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 Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten

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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mi März 12, 2008 11:24 pm

Loki grübelte auf seinem Ast, der ihm recht bequem erschien. Ja, der Listenreiche bevorzugte solch hartes Holz in einer höhe, die vieles sah und doch nicht vom Geschehen ausschloss deutlich allem, was gepolstert und auffällig war.

Hier in der Mittelwelt gab es ohnehin wenig, das ihm gefährlich sein konnte. Menschen konnten es mit ihm nicht aufnehmen, auch wenn er beobachtet hatte, dass ihre Art in den letzten paar hundert Jahren verschlossener geworden war. Sie waren misstrauischer, nicht mehr so leichtgläubig. Loki freilich machte das nichts aus. Selten waren sie Opfer seiner Streiche, auch wenn es auf jedes Unglück unter ihnen hieß: "Da war der Loki am Werk!"
Und überhaupt mieden die Sterblichen ihn als Unruhestifter und Chaoskinder, soweit sie konnten. Er wurde nicht verehrt und wenn er ehrlich war, das war ihm nur recht.

Loki befand sich recht nahe dem Rand des Haines. Als Falke war er größer, denn als Habicht und es nicht gewohnt, durch dichtes Geäst zu fliegen. Darum hatte er sich auf einem gut überschaubaren Ast in Randnähe niedergelassen.
Rauch stieg in der Ferne auf, aber das waren vermutlich Menschen und selbst wenn nicht; Feuer war Lokis Element und auch wenn ihm momentan nicht der Sinn danach stand, wurde es ihm sicher nicht gefährlich.

Plötzlich aber sah er auf. Ein Aufleuchten wie ein Blitz erhellte den Horizont. Im ersten Moment hielt er es wirklich für einen, aus den Augenwinkeln. Schnell aber war ihm klar, dass das keiner war. Zwar war es bewölkt, aber blind war er nicht.
"Wenn das kein Runenzauber war, fress ich den Ast, auf dem ich sitze", murmelte er.

Nun etwas unruhiger sah er sich um und suchte den Himmel ab, aber keine Farbspur war zu sehen. Auch der Blitz, vermutlich Sól, war noch weit weg gewesen und somit konnte er auch hier keine Farbspur sehen.
Als nichts unmittelbar geschah, ließ er sich wieder zurück sinken und beruhigte sich, behielt aber seine Umgebung genau im Auge.

So bemerkte er auch unverhofft früh den Wanderer, der da kam. Loki rührte sich nicht, war er doch nicht für jedermanns Auge sichtbar. Für das da unten vielleicht schon, aber sich zu verstecken gäbe hier nur unnötig mehr Ärger.
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Freyja

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Fr März 14, 2008 1:50 am

Freyja nickte beklommen, sie nippte leicht an ihrem tee und ließ ihren Blick über die stillen Täler ihres kleines Reiches wandern. Sie lehnte sich sachte zurück, ehe sie ihre Tasse wieder so hinstellte, das der griff in die Richtung der Göttin zeigte, als ob sie gleich wieder zu der Tasse greifen würde.
"Er hat mich meines Falkenmantels bestohlen", sagte sie schließlich und war mit ihren Gedanken wieder dabei, sich ein Bild von Loki zu machen, wie er wohl gerade davon fliegen würde, doch etwas sagte ihr, das er jedoch nicht mehr flog, sondern gemütlich auf einem Ast saß. Doch wo wusste die gute nicht.

So rührte sie unbeholfen in ihrem Tee, als hoffe sie, das ein mächtiger Zauber gleich aus der Tasse gehüpft käme, der wenigstens ihr ihren Mantel zurückbrächte oder die Zeit zurückdrehte, doch nichts dergleichen geschah. Denn es war des weiteren nur ein Wunsch, welchen sich die Freyja wünschte.

Der Wind strich sanft um ihre Arme. Immernoch trug sie das seidige rote Gewand, welches sie des heutigen morgen sich umgelegt hatte, währrend Loki ihr den Streich spielte, den er unwillkürlich doch hinausgezögert hatte. Doch warum? Eine Frage die der Freyja bedenken gab, doch nicht alzu lange, denn plötzlich erhaschte sie die Blicke ein paar Arbeiter, die unten etwas weiter auf den Feldern schuffteten, um mit Tränen und Schweiß sie das Brot für sich und ihre Familie verdienten.
Ihr Blick verharrte ungewollt an dem der Arbeiter, ehe das glückserfüllte Geräusch ein paar Kinder ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ein kleines Lächeln erhaschte der Göttins Gesicht, ehe sie ihren Blick wieder zu ihrer guten Freundin, der Frigg, drehte.
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Odin

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mo März 17, 2008 2:44 am

Schritt vor Schritt setzend, auf seinen etwas mehr als mannshohen Stab gestützt, schritt der Göttervater in den Hain hinein.
Obwohl es so schien als wäre der Hut tief ins Gesicht gezogen und damit das Sichtfeld stark eingeschränkt sah er doch alles um ihn herum.

Ein laue Brise wehte durch die Bäume und wog den Mantel und den Bart. Einige Vögel sangen in den Bäumen, ansonsten herrschte fast völlige Stille. Und da oben... ein Falke, hier? Aber gut, auch wenn das nicht unbedingt die verbreitetste Gegend für Falken ist konnte durchaus schon einmal einer hier auftauchen. Allerdings sah er Odin doch ziemlich direkt an wenn man darauf achtete und er nicht wusste das er beobachtet wurde.
Farbspuren waren keine zu erkennen, konnte das unter Umständen Freyjas Falkenmantel sein? Aber wohl eher nicht, die Göttin hätte sich wohl schon zu erkennen gegeben, sich als als Falke getarnt zu verstecken war eher nicht ihres.

Obwohl, es gab da noch eine andere Variante.
"Loki?"
Die Chance war natürlich ziemlich gering, Freyja würde dem Riesensohn wohl nie ihren Falkenmantel überlassen und außerdem was sollte er hier, man würde ihn nicht aufsuchen wenn nicht etwas wirklich Wichtiges vorgefallen wäre.
Aber was sollte es, wenn das wirklich Loki war wäre ihm das vielleicht eine Lehre das er sich nicht vor dem Göttervater verstecken konnte und wenn nicht... einem Falken wäre ohnehin egal wer ihn ansprach.
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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mo März 17, 2008 2:59 am

Loki betrachtete den Alten eindringlich. Aufzug war Aufzug, das musste er ihm schon lassen. Aber das da unten war Odin, oder er war ein echter Falke mit Federn wie einem Gockel.

Freilich sah Odin nicht immer gleich aus, aber der Listenreiche hatte ein Auge für Tarnung und Maske. Und als Falke hatte er ein durchaus scharfes. Außerdem redete ihn nicht alle Tage ein schäbiger Wanderer mit Namen an.

Recht amüsiert klapperte der Vogel mit dem Schnabel. das war ja eine feine Sache. Sicher war sein wehrter Bruder da unten nicht, das war ihm anzumerken. Aber wer konnte es ihm verdenken? Immerhin trug Loki einen Falkenmantel, der sich sehen lassen konnte. Freilich musste Odin es ahnen, sonst hätte er ihn wohl nicht angesprochen, aber man konnte sich auch an einer Hand anzählen,w er unter dem Falkenkleid stecken musste.
Immerhin, Frigg würde sich kaum so dreist vor ihrem Mann verstecken, die war da dezenter.

Loki musste lächeln, oder er hätte es getan, hätte er statt seinem Schnabel seine allzu feinen Lippen gehabt. So nun aber stellte sich ihm die Frage, was er nun tun sollte. Sollte er sich zeigen? Ja, wieso eigentlich nicht?
Odin wusste ja nichts von seinem Schabernack, oder -wenn er es wusste, da er eins und eins zusammen zählen konnte- es war sinnlos, sich zu verstecken, solange Loki da auf seinem Ast saß.
Allerdings ahnte er auch, dass der Allvater sein kleines Geplänkel unter der Gauklerbank bald vergessen haben würde, würde Loki ihm erst von Mimirs Orakelspruch berichten.

Davon hielt nun der Gott der List nicht viel, denn so gut die Worte eingeprägt waren, Odin kam immer einen Tick zu schnell auf die Idee, nach den Liedern der Legenden zu tanzen, noch ehe sie geschrieben worden waren. Jedenfalls für Lokis Geschmack.

Allerdings war er nun mal ein Schalk, um nicht zu sagen der Schalk und so zog er den Falkenmantel geschickt ab und saß kurz darauf als rothaariger, grünäugig grinsender Mann auf seinem Ast, als wäre es sein Lebensinhalt, so dreist grinsend auf Ästen zu sitzen. Der Falkenmantel war schnell außerhalb Odins Reichweite. nur zur Sicherheit, er brauchte ja schließlich ein Faustpfand.

"Grüß dich, lieber Bruder", antwortete er grinsend und amüsiert. "Wie klein die Welten doch sind, was?"

Er war sicher nicht hierher gekommen, um Odin alles zu erzählen, aber wenn dieser schon mal da war, konnte man ja sehen, was sich an Vorteil herausschlagen ließ.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mo März 17, 2008 11:27 pm

Frigg beobachtete Freyja. Und war doch entsetzt, als diese ihr erzählte, dass Loki ihr den Falkenmantel gestohlen hatte. Sicher, er war immer schon hinter diesem Mantel her gewesen. Doch, dass Loki ihn einmal wirklich in die Hände bekommen würde, hätte die Göttin nicht gedacht. So fragte sie erst einmal:
"Was denkst du, wo er mit ihn hingeflogen ist?"
Es war nur ein Gefühl. Aber dieses Gefühl in ihr sagte Frigg, dass sie Loki wie auch Odin bald wiedersehen würde.
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Freyja

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Di März 18, 2008 8:14 pm

Freyja sah Frigg schweigend an. Langsam wandte sie ihren Blick wieder ab und überflog hastig die felder und Weiden, die mit solch prachtvollen Pflanzen bedeckt waren, welche immer wieder für Speisen und Trank herhielten mussten.
Ein scheues Lächeln überflog das weich-zarte Gesicht der Göttin, welche schon merkte, wie die so prachtvolle Sonne, sich an ihres Gecihtes freute, doch auch gerne sah, wie es die vielen Arbeiter unten im Tal zum schwitzen brachte.

"Ich weiß es nicht, er ist bestimmt nicht mehr hier in der Nähe. Eben ist mir ein spontanes Bild durch den Kopf gekommen, das er auf einem Ast säße und sich immer noch freute über seinen gelungenen Schabernack und eines will ich dir verraten meine Freundin. Er wird nicht ungestraft davon kommen. Des nachts kam er in mein Schlafgemac h, doch ich bin erwacht, dies kam ihm nicht zugute und so versuchte er mich auf eine Art und Weise zu verführen. Mit sanftem Kusse und dennoch verließ er wie immer mit einem Grinsen das Gemach und dann war es schon zu spät und der schalk flog davon", sagte sie und lehnte sich etwas ruckartig zurück in den Stuhl. Ihre Hand umklammerte den seidigen stoff der über ihr Bein fiel.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Di März 18, 2008 10:34 pm

Frigg fühlte sich mit ihrer Vermutung bestätigt. Nur zu gut konnte sie sich nun denken, was in ihrer Freundin vorging. Denn sie selbst besaß ja auch ein Falkengewand und wäre ebenso unglücklich darüber, wenn man ihn ihr stehlen würde.
"Mmmmh. Kam dir der Ort bekannt vor? Wenn ja, könnten wir dort hin gehen. Was hälst davon, wenn wir etwas durch die Gegend laufen? Es täte bestimmt gut. Und was Loki betrifft, er wird seine gerechte Strafe erhalten, sobald Odin von seinem Streich erfährt. Mach dir also nicht so viele Gedanken, du bekommst dein Falkenmantel schon wieder zurück."
Die Göttin wusste nicht genau, was sie ihrer Freundin sagen sollte. Jedoch hoffte sie, der Freyja, mit den eben ausgesprochenen Worten, wenigstens etwas Hoffnung gemacht zu haben.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mi März 19, 2008 3:28 pm

Odin zog sich den Hut aus dem Gesicht und sah zu seinem Blutsbruder hinauf, der scheinbar fröhlich auf einem Ast saß.
"Loki... ich wusste doch das du es bist. Treibst du wieder Schabernack mit einem alten Wanderer?"
Er schritt näher an den Baum heran, stützte sich auf seinen Wanderstab und sah wieder hinauf.

"Gefällt es dir da oben auf dem Ast mit den Eichhörnchen Späße zu treiben?", warf er spaßeshalber hinauf.
"Ist etwas vorgefallen das man dich schickt mich zu holen oder kommst du nur um mir ein wenig Gesellschaft zu leisten auf meiner Wanderung?"
Natürlich, wann war Loki das letzte Mal einfach so auf eine seiner Wanderungen mitgekommen? Genau wusste er es nicht zu sagen aber vor Kurzem war es wohl nicht gewesen.
Der Riesensohn würde schon sagen, was los war. Selbstverständlich musste man genau auf seine Wortwahl achten und vielleicht nachhaken wenn er mehrdeutige Aussagen machte aber das war man inzwischen ja schon von ihm gewöhnt.
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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mi März 19, 2008 5:13 pm

Loki musste zugeben, dass er solch eine gute Laune von deinem "Oberhaupt" nicht erwartet hätte und mit Freuden ging er auf die Späße ein. Freilich ließ er sich nicht dazu hinreisen, sie für bare Münze zu nehmen. Aber man musste ja ausnutzen, wenn Odin einem gewogen war. Und bei Loki war das doppelt sinnvoll.

So lehnte er sich weit nach vorne und es schien nicht viel zu fehlen, dass er hinabfiel. Aber er blieb auf seinem Ast sitzen, behielt sein Grinsen und meinte offensichtlich gespielt schmollend (was erstaunlicherweise mit dem Grinsen in Einklang zu bringen war): "Nun sieh an, Odin. Ein alter Wanderer also? Wechsel deine Gestalt, dann treib ich meinen Schabernack mit einem jungen Schulburschen oder was sonst dir beliebt."

Es galt nun hier abzuwägen, denn trotz aller Heiterkeit wollte Odin freilich von ihm wissen, was vorgefallen war. Und -er hätte es nicht für möglich gehalten- in diesem Fall kam ihm Mimirs Orakelspruch zupass. Denn nun hatte er eine wahrlich plausible Erklärung und etwas, das von seinem kleinen Diebstahl ablenken würde.
Eilig, Odin davon zu berichten, hatte er es aber nicht, denn nach wie vor passte es ihm nicht und auf die Erfüllung konnte er gut verzichten.

"Eichhörnchen sind gesellige Burschen", meinte er dann. "Geselliger als so manch anderes Volk. Das wüsstest du, wehrter Bruder, wenn du statt einen anderen Wanderer zu spielen einmal einem roten Einhorn die Ehre geben würdest."

Er begann vergnügt auf seinem Ast zu schaukeln. Als ob man ihn zu irgendeinem Botengang schicken könnte.
Freilich, Odin dachte hier schon recht. Es gab nicht viele, die ihn auf seinen Wanderungen hätten aufspüren können. Thor vielleicht noch, hätte er genug Verstand dazu. Aber außer Loki war niemand so oft mit dem alten General, dem Ordnungsfanatiker schlechthin, gewandert. Dennoch hätte er sich nie zu einem Botengang hinreisen lassen. Nicht einmal, um den Mantel Freyjas geschenkt zu bekommen. Wäre ja auch zu leicht.
Aber genau da lag der Hase im Pfeffer. Er brauchte nicht zu erwähnen, dass er ihren Mantel hatte, solange Odin nicht danach fragte. Der Allvater hatte ihn sicher schon gesehen, aber wenn er sich nicht dafür interessierte, war ihm das nur recht.
Und fragte er doch danach, tat es eine kleine Lüge. Und welche wäre da passender, als jene, man hätte ihn ihm geliehen, damit er schneller Odin fände?
Feine Sache, wie es sich entwickelte.

Nun aber meinte Loki, dem es auf seinem Ast sichtlich zu gefallen schien: "Wolltest du Gesellschaft auf deiner Wanderung, hättest du danach gebeten. Und ungebeten zwinge ich mich nicht auf. Aber unraktisch ist es freilich nicht, dass ich dich treffe."

Der Zufall war ihm oft ein freundlicher Helfen. Und Lokis unverschämtes Glück ebenso.

"Mimir, die alte Labertasche, meinte sich wieder aufspielen zu müssen. Gereimte Worte, wie er es hin und wieder zusammenstellt. Langweilig, finde ich. Aber Frigg meinte, sie seien vielleicht interessant für dich."

Loki schmunzelte. Und obwohl seine Gedanken für einen winzigen Moment zu Freyja glitten, war er doch heil froh, keine Frau zu haben, mit der man ihn herumkriegen konnte.
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Odin

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Do März 27, 2008 8:23 pm

"Dass man Eichhörnchen Menschen vorziehen kann verstehe ich im Moment recht gut. Gerade vorhin haben mir ein paar von ihnen das bewiesen. Aber genug davon, die Menschen ändern sich wohl nie."

Loki schien recht heiter, sogar für seine Verhältnisse. Das besserte Odins Laune etwas nachdem, was vorhin passiert war.

"Mimir hat einen Orakelspruch verkündet?"
Erstaunlich, der Riese schaffte es in letzter Zeit immer, wenn er etwas zu verkünden hatte, das genau dann zu tun, wenn Odin auf Wanderschaft war. Auch wenn Mimir unglaublich weise war, in letzter Zeit war das ein wenig nervig.
"Ich nehme an du willst mir sicher gleich berichten, was er gesagt hat?
Wenn nicht so bitte ich dich eben es zu tun."
Wenn schon Frigg meinte, dass es Odin interessieren würde... aber gut, Mimirs Orakel interessierten ihn immer.

Ach, Loki würde es schon noch erzählen, er konnte es ja nicht auf Ewig hinauszögern. Und so schlimm konnte es ja wohl nicht sein, sonst hätte ihn Frigg oder einer der anderen Götter schon gerufen um es dann oben persönlich mitzuteilen.
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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Do März 27, 2008 9:49 pm

Loki schmunzelte. Odin war mal wieder sehr versöhnlich, die langen Wanderungen taten gut. Dem Listenreichen jedenfalls, denn es schien, dass der Allvater darüber hinaus die Probleme, die Loki gerne bereitete, vollkommen zu vergessen.
An sich war das eine gute Sache und sie machte den Tag schon beinahe wieder versöhnlich. Aber der Alte bestand ja auf seinen Orakelspruch.

Loki schürzte die Lippen. Man konnte auch keinen Plausch halten, ohne gleich über die Geschickte der Welten zu reden. Odin jedenfalls nicht. Aber da half es nichts, besser Loki erzählte es ihm, als dass der wehrte General sogleich zu den Asen eilen und von ihnen auch über Lokis Streiche aufgeklärt würde.

So lehnte sich der Listenreiche zurück, als gäbe es etwas hinter ihm, das ihm Halt bot und verlieh sich so einen recht unbeschwerten Eindruck. Er setzte eine nachdenkliche Miene auf und starrte einen Moment ins Nichts.

"Einen Haufen Unsinn hat er wieder geredet, dein Flüsterer", begann er, als spreche er von Plaudereien einer Gans. "Du kennst ihn ja, er muss sich wichtig machen, wo es nur geht. Und ich finde, er machte es sich ziemlich bequem auf deinem Sessel, wenn du nicht da bist."

Loki wippte ein bisschen. Er sträubte sich, den Orakelspruch widerzugeben, obgleich er ihn auswendig konnte. Ja, wichtige Dinge merkte er sich, auch wenn sie selten über seine Lippen kamen. Schließlich aber seufzte er. Er wollte nicht riskieren, dass ihm Odin nun schlecht gewogen kam, denn wenn er abwog, war dies das größere Übel. Von dem Spruch würde er auch ohne Loki erfahren und es zu verschweigen wäre nur ein Grund mehr für Odin, sofort wieder nach Asgard aufzubrechen.

"Gut, wenn du es unbedingt wissen musst." Loki klang, als hätte sein Blutsbruder ihm schon Stunden damit in den Ohren gelegen. "Also, seinen ganzen mythischen Firlefanz mach ich nicht nach, ich bin doch kein Clown. Aber der Spruch klang etwa so:

In sieben Zeitspannen,
wenn die Welten ruhn,
folgt eine Heerschau des Grauens.
Und der Verräter wird der Heerführer stürzen
und die neun Welten werden zusammenfallen
und alles wird einer neuen Ordnung geschehn
und am Ende fährt der General auf seinem Schiff,
seinen Hund zu Füßen ins Nichts wie sein Heer."

Loki machte eine kurze Pause, in der er die Gänsehaut unterdrückte und fuchtelte dann mit den Armen herum, dass man hätte meinen können, er falle gleich vom Baum.
"Reichlich dramatisch eben, du kennst ja diese Orakelgeschichten."
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Idun

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Di Mai 27, 2008 7:35 pm

Idun spazierte fröhlich summend durch die prachtvollen Blumenwiesen Mittelwelts. Zu allen Seiten blühte und gedieh es in den leuchtensten Farben. Langsam wanderte sie den schmalen Pfad entlang. Sie lauschte den Geräuschen um sie herum. Bienen summten, Vögel zwitscherten und ein ganzen Stück weiter entdeckte die sogar eine kleine Gruppe Rehe. Idun sah ihnen eine Weile zu, ehe sie sich wieder auf den Weg machte. Sie trug einen geflochtenen Weidenkorb bei sich, welcher innen mit feinstem Stoff ausgelegt war. Die Göttin hatte sich in die Mittelwelt begeben um Kräuter zu sammeln, welche sie trocknen und später zu heilenden Tees, Salben und Bäder verarbeiten wollte. Nebenbei nutzte sie die Gelegenheit um einige der wunderbaren Blumen zu pflücken. So konnte sie sich auch noch in Asgard an dessen Pracht erfreuen.

Mittlerweile stand die Sonne hoch am Himmel und Idun genoss ihre wärmenden Strahlen. Doch nach einer Weile ging sie auf einen kleinen Hain zu, der ihr etwas Schatten spendete. Sie pflückte einige Waldbeeren und essbare Pflanzen und setzte sich auf den Waldboden.
'Ach', dachte sie verträumt und lehnte sich an einen alten Baum, 'die Natur ist so schön. Man muss sich nur einen Augenblick Zeit nehmen, diese auch zu betrachten'.
Sie nahm den Stoffbeutel, indem sie die Beeren aufbewahrt hatte, aus ihrem Korb heraus und steckte sich eine der saftigen Beeren in den Mund. Ein genießerisches "Mmh" war zu hören. 'Ich habe wohl einen guten Zeitpunkt ausgewählt. die Früchte sind schön reif', dachte sie sich. Als ein kleiner Vogel eine ihrer Beeren stibitzte, sah sie ihm hinterher.

Es war eine grüne Idylle, die eigentlich nichts und niemand zu stören vermochte, doch seltsamerweise fühlte sich die Göttin beobachtet. Aufmerksam sah sie sich um, konnte aber nichts Sonderbares entdecken. "Merkwürdig", murmelte sie.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jun 01, 2008 4:42 pm

Freyja sah Frigg leicht beklommen an, schüttelte dennoch mit dem Kopf.
"ich weiß es einfach nicht", vorsochtig nippte sie an irhem Tee, stellte ihn weg und ließ den Tisch von den Dienern abräumen. Verträumt sah sie in die Täler, die sich über die ganze Landschaft zogen.
"Was habt ihr nun vor teure Freundin?", fragte Freyja sie und lächelte zierlich und auch wenn es nicht so aussah so fühlte sie sich angeschlagen und kaum brauchbar in diesem Moment.

In Gedanken sah sie Loki wie er sich einfach mit ihrem Falkengewand davon machte und schelmisch zu grinsen begann, am liebsten hätte sie ihm trotz das sie immer noch an die Nacht denken musste, den Hals dreimal umgedreht und ihn an einen Pfahl gebunden wo sie ihm einen Pfeil in sein Herz geborht hätte.
Doch Freyja wusste, würde er wieder so lieblich sein, sö würde sie warscheinlich wieder darauf herein fallen und er würde ihr wieder einen Kuss stehlen um das zu bekommen was er wollte und wer wusste dies schon genau.
Ihr rotes Seidengwand flatterte prachtvoll im Winde und Freyja schloss ihre Augen, ehe sie den Geräuschen der Vögel ihre Ohren gab und sich vollkommen von ihrem gesang verzaubern ließ.

Der Blick der Göttin streifte den Frigg's und Freyja lehnte sich vom Geländern zurück und ging langsam auf sie zu, "Was nun? Hier verweilen oder hinaus? ich wäre für das heimsuchen der Ländereien", sagte sie...
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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Fr Jun 06, 2008 5:15 pm

Loki wurde es allmählich recht unbehaglich auf seinem Ast, auch wenn er sich dies freilich nicht anmerken ließ. Noch immer baumelte er unbeschwert mit den Beinen und versuchte, einen sorglosen Ausdruck an den Tag zu legen. Für die meisten würde dies wohl eine undurchschaubare Maske sein. Bei Odin war er sich nicht so sicher.
Und so bevorzugte der Listenreiche den Rückzug, während der Allvater über den Orakelspruch nachsann.

Er schwang sich rückwärts vom Ast und noch im Fallen verwandelte er sich mit dem Falkenmantel in den schnellen Jäger. Kräftig schlug er mit den Flügeln, um dicht über Odins Kopf in den Himmel zu fliegen. Freilich durfte er diesem nicht zu nahe kommen. Wer konnte schon sagen, ob nicht Heimdall oder andere Wachsame ihn noch immer suchten.
Freiya sicherlich, denn diese war vermutlich noch immer sauer wegen dem Falkenmantel. Zumal sie ihn noch nicht zurück hatte. Wer sonst noch dahinter her sein mochte, konnte er nicht erahnen und so war strategischer Rückzug wohl die beste Flucht.

Sein Weg führte ihn weit über die Felder und Wiesen und seine scharfen Auen bemerkten jede Bewegung unter sich. Die Menschen ahnten von dem Vorgehen rein gar nichts. Sie hätten ihn nicht erkannt, wenn er unter ihnen gegangen wäre, selbst nicht an seinen feuerroten Haaren, die doch allgemein bekannt waren. Doch Loki bevorzugte ohnehin ein weniger auffälliges Auftreten, selbst unter den Asen und Wanen. Außerdem war er nicht wie Odin, dass er den Drang verspürte, unter den Sterblichen zu wandeln. Sie waren einfältig und vergänglich und zu leicht zu täuschen.
Obgleich es mit den Göttern nicht viel schwerer war.

Schmunzelnd ließ er sich auf einer Buche nieder. So praktisch der Falkenmantel war, ein Falke war kein rechtes Tier für ihn. Zu groß und nicht wendig genug. Davon abgesehen konnte er nicht überall landen.
So saß er nun auf einem der oberen Buchenäste und betrachtete die Obstbäume, die ganz in der Nähe waren mit seinen scharfen Augen, als er etwas äußerst Interessantes erspähte.
Unweit vor ihm war eine ihm recht bekannte Gestalt. Ein junges Mädchen, so schien es, vielleicht gerade an die fünfzehn. Aber sie gab sich keine große Mühe, sich zu verbergen. Nun, so blind wie Menschen waren, war das wohl auch kein Wunder. Allerdings hatte Idun ja auch keine Feinde unter den Göttern. Ganz im Gegenteil. Die lästige Wohltäterin fand ja überall Freunde.

Man hätte vielleicht meinen können, Loki hätte für heute genug des Schabernacks gehabt. Doch für den Listenreichen gab es diesbezüglich wohl keine Grenzen.
So sprang er leichtfüßig vom Baum, nahm den Falkenmantel ab und verstaute ihn sicher. Das gute Stück zu verlieren war lebensgefährlich.

„Grüß dich, Idun!“, meinte er, als er sich näherte und lächelte dabei, wie er es immer tat.
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Baldur

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Sa Jun 07, 2008 7:16 am

Baldur saß lächelnd in einer Blumenwiese der mittleren Welt.
Die Blumen hier waren herrlich anzusehen und rochen noch so viel besser. Er schloß die Augen und ließ sich nach hinten in das weiche, sonnengewärmte Gras plumpsen. Als er eine Weile so dalag öffnete er die Augen wieder und schaute in den Himmel. Ein unschuldiges Lächeln zierte seine Lippen und der Wind fuhr durch sein goldenes Haar, sodass sie sein Gesicht kitzelten.
Doch. Es war ein schöner Tag.
Dennoch fehlte es dem Frühlingsgott an Gesellschaft.
Er hätte so gerne einen Freund mit sich genommen, war aber letztenendes alleine gekommen.
Er seufzte leise, setzte sich wieder auf und pflückte eine der vielen Blumen. Im normalfall würde Baldur, der es nicht wagen würde ein Leben zu beenden, auch nicht das einer einzigen Blume, so etwas nicht tun.
Aber in seinen warmen Händen war nichts vergänglich.
Er pflückte mehr dieser prachtvollen Pflanzen und machte einen Blumenkranz daraus.
Er war hervorragend in diesem einen Handwerk, das ihm zugleich so viel Spaß bereitete.
Als er fertig war, wirkte er die Rune Sól.
Ein Außenstehender hätte seinen Augen nicht getraut.
Alsbald das herrlich warme, goldene Licht die Blumen berührt hatte, wuchsen sie ineinander fest, schlangen sich umeinander wie Schlingpflanzen und verliehen dem Kranz halt, sodass er nicht kaputtging.
Der Lichte war entzückt. Und setzte sich den herrlichen Kranz auf, als wäre er ein Kind.
Er wiederholte seine Arbeit mit der gleichen Fröhlichkeit und dem gleichen Enthusiasmus.
Dann blickte er auf.
Ein Farbkürzel?
Nein. Zwei Farbkürzel!
Idun! Und... Loki?
Baldur hegte keinen Groll gegen Loki.
Er liebte Loki sehr, so wie er alle anderen auch liebten.
Loki und Idun gaben sich sonst nicht oft miteinander ab.
Er stand auf, einen Blumenkranz in der Hand, den anderen im Haar, zögerte aber sich zu den zweien zu gesellen.
Er wollte keineswegs stören, aber er sehte sich auch so sehr nach ein bisschen Gesellschaft.
Letztenendes ging er leichtfüßig zu ihnen hinüber.
Sollte er stören, könnten die zwei ihn ja immernoch wegschicken.
Sie alle wussten, dass er so etwas nicht verübeln würde.
"Guten Tag Idun! Hallo Loki!"
Er lächelte sie entzückend an.


Zuletzt von Baldur am Di Jul 01, 2008 1:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jun 15, 2008 12:49 pm

Gerade als sie sich wieder der unberührten Natur zuwenden wollte, vernahm sie eine wohlbekannte Stimme. Idun sah auf. "Hallo Loki!", sagte sie als er auf sie zukam. Sein Lächeln war wie immer nicht zu durchschauen, aber Idun freute sich über die unerwartete Gesellschaft und meinte deshalb "Komm, möchtest du etwas essen?" Sie mustere ihn eine Weile, dann fragte sie ihn "Was hast du denn wieder angestellt, weil du dich in der Mittelwelt herumtreibst?"
Sie sah ihn an als wie ein Kind dass gleich ein langersehntes Geschenk überreicht bekommt. Gespannt wartete sie auf eine Antwort. Gleichzeitig biss sie herzhaft in einen ihrer Äpfel. Plötzlich nahm sie eine Bewegung war und gleich darauf hörte sie auch schon Baldurs freundliche Stimme. "Sieh an", dachte sie "noch jemand der mir Gesellschaft leistet". Grüß dich, Baldur! Na, hast du auch Hunger?", fragte sie ihn. "Setzt euch doch!", lud Idun sie ein.
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Loki
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jun 15, 2008 2:21 pm

Loki freute sich ungemein, wenn man das so nennen wollte. Idun war nun genau das richtige Opfer. Zwar war ihm nicht so recht der Sinn nach einem Spaß, denn er war der Meinung, dass es für heute genügen sollte -was vor allem auf den Orakelspruch zurückzuführen war- und er nun besser den Ball flach hielt. Aber Idun war genau die richtige, um ein paar nette Gemeinheiten über die Asen loszuwerden, ohne dass man es ihm ankreidete und bei ihrer Naivität würde sie seine Worte auch in der richtigen Tonart überbringen.

Auf diese Weise konnte er nun seine Worte über die Götter revidieren, ohne sich dabei die Finger schmutzig zu machen und seinen Hals aus der Schlinge ziehen. Wenn er daran dachte, wie wütend Freyja nun des Mantels wegen wohl war, würde er sich so schnell nicht mehr blicken lassen können. Und auch Mimir wollte er nicht wieder begegnen. Der Kerl wusste ihm einfach zu viel, es kam ihm immer vor, als sehe dieser durch ihn hindurch, obgleich das natürlich völliger Unsinn war.

So erwiderte er nun Iduns zuckersüßes Lächeln, blickte recht unschuldig drein und antwortete: "Ach du weißt doch. Wen die Asen einen Sündenbock brauchen, dann bin ich ihnen recht. Und da ich an diesem herrlichen Tag keine Freude am Gezänke habe, bin ich in die Mittelwelt gekommen, wo es doch viel friedlicher vor sich geht."
Er hatte eine rechte Leidensmiene auf und wollte schon fortfahren, als er die Anwesenheit eines Weiteren bemerkte.

Sofort drehte er sich um, bereit den Mantel ohne zu zögern aufzuziehen. Doch da stand nur Baldur. Was hieß hier nur? Von allen Göttern war dieser ihm -neben Heimdall- wohl am verhasstesten und allein der Anblick dieses Sonnenscheins ließ Loki alle Vorsätze von einem friedlichen Rest des Tages vergessen. Diesem unverschämt säuselnden Gesicht gehörten ein paar Scheite gezogen, sowas konnte man in der Gegend nicht herumlaufen lassen!
Obgleich Baldur wohl der Lieblingsgott aller -vor allem aber der Göttinnen- war, hätte er ihm ohne zu zögern den Hals umgedreht, hätte er es vermocht. Die Sache war auch nicht so leicht und dennoch hatte er oft Pläne geschmiedet, wie er diesem widerlichen Immerfroh das Licht ausblasen konnte. Funktionieren wollte es nicht, aber allein der Gedanke daran beruhigte immerhin sein hitziges Gemüt etwas.

"Grüß dich, Baldur", erwiderte er gepresst. "Na, rupfst du wieder Blumen?"

Natürlich tat er das. Zu mehr war dieser Nichtsnutz nicht im Stande. Was gäb er dafür, dass er diesem Taugenichts das Lächeln vom Gesicht wischen könnte!
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jun 15, 2008 5:12 pm

"Sehr gerne, Idun!" Baldur schenkte ihr sein wärmstes und herzlichstes Lächeln. "Hab vielen Dank." Er setze sich ins Gras.
Darauf hin sah er zu Loki.
Er ahnte mitnichten, was für einen tiefen Groll Loki gegen ihn hegte.
Baldur konnte sich nicht erinnern, Loki in irgendeiner Weise beleidigt oder lächerlich gemacht zu haben, und das man grundlos hassen konnte, das überstieg seine Vorstellungskraft bei weitem.
"Oh... nun ja." Sein Blick schweifte verlegen zur seite. "Es ist nicht so, dass ich die Blumen rupfe, hoffe ich... Ich meine... Nun..." Darauf strahlte er sie wieder an. "Wie auch immer. Was treibt euch denn hinunter in die Mittelwelt? Wolltet ihr auch das sonnige Wetter genießen?"
Er setzte Idun den Blumenkranz auf, den er noch in der Hand hielt und sprach in fröhlichem Ton weiter. "Hier ist es wirklich herrlich." Während er sprach, setzte er den Blumenkranz, den er selbst auf dem Haupt trug, ab.
"Ich meine... In Asgard ist es auch sehr schön. Aber ich mag es auch, ab und an mal woanders zu sein."
Der Lichte setzte Loki in einer schwungvollen Bewegung den Kranz auf und lächelte ihn lieb an.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jun 29, 2008 9:30 pm

Loki wäre fast geplatzt, als Baldur ihm diesen abscheulichen Blumenkranz aufzog. Dieses Ding musste aussehen, wie ein Zwerg mit Rüschen! Und zu allem Überfluss musste der Listenreiche des Blütenstaubes wegen auch noch niesen.
Mit einem finsteren Blick zog er die Nase hoch und musste an sich halten, um Baldur nicht sofort anzufallen.

Was bildete sich dieser Blondinenverschnitt eigentlich ein, so mit ihm zu reden?! So konnte er mit Idun reden, oder seinetwegen mit Thor, wenn dieser berauscht war. Aber nicht mit ihm!
Innerlich kochte Loki und wären seine Haare nicht ohnehin rot gewesen, so wären sie es nun unweigerlich geworden.

Obgleich Baldur ihm nie etwas getan hatte, jedenfalls nicht so wie die anderen Götter, hegte er gegen ihn den beinahe größten Groll. Wenn man einmal von Heimdall absah.
Was hätte er dafür gegeben, wenn er diesen aufgeblasenen Gartenzwerg loswerden könnte? Und schon lange reifte da etwas in seinem Kopf, oh ja!

Baldur war nämlich ein wirklicher Mädchenschwarm, man konnte es nicht anders sagen. Loki verstand nicht, wieso. An diesem Bübchen sollte eine Frau doch nichts finden. Wer geht auch mit einem Lamm ins Bett, mit einem dummen Schaf? Oder will es zumindest. Denn so begehrt Baldur auch war, keusch und demütig; widerlich.
Aber das war nur ein Grund mehr für alle weiblichen Wesen des Göttergeschlechts, sich zu zanken. Man mochte nur an Skadi denken!

Und, wie es der Zufall so wollte, auch eine gewisse Dame seiner Verwandtschaft war hinter dem Lichten her. Und genau das wollte sich Loki Feuerzunge zu Nutze machen. Er hatte da einen Plan und darum lächelte er nun, so schwer es ihm fiel.
"Da hast du recht, mein lieber Baldur." - Wie ihn die eigenen Worte ekelten- "Aber sag, hast du auch schon einmal die tieferen Welten mit deinem Besuch beehrt? Ich meine doch, dass sie es nötig haben und sich freuen würden."
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Mo Jun 30, 2008 9:00 pm

"Oh." Baldur reichte Loki ein Taschentuch. "Gesundheit!" (Anm. vom Spieler: Denke schon, dass sie sowas in der Art schon hatten... @.@)
Der Blonde hatte Loki eigentlich von anfang an gern gehabt, schon als Odin, sein Vater, ihn das erste mal mit sich brachte. Er bewunderte ihn für seine lockeren Reden, seine Possen und Späße, seine ganze Art wirkte auf ihn erfrischend und unheimlich sympathisch, auch seine Haare hatten die schönste orange-rote Farbe, die der Lichte je gesehen hatte, viel schöner als seine blonden Haare, wie er fand und obgleich er wusste, dass viele der anderen Götter nicht viel auf Loki hielten, er konnte sich nicht vorstellen wieso...
Als der Listenreichte auf die "unteren Welten" ansprach, schaute Baldur ihn wie ein fragendes, neugieriges Kind an.
"Uhm... ich wüsste nicht, wieso ich dort erwünscht sein sollte..."
Baldur schaute kurz nachdenklich zu Boden.
"Aber wenn du das meinst...", er sah Loki strahlend an. "könnten wir doch zusammen nach unten gehen!", der Gedanke machte ihn ganz hibbelig. "Deine Tochter wohnt doch auch dort! Sie würde sich sicher über einen Besuch von dir freuen."
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Fr Jul 04, 2008 8:37 pm

Zu Lokis Begründung, warum er in die Mittelwelt gekommen sei, lächelte Idun und meinte nur "Ja, stimmt. Hier ist es wirklich wunderbar friedlich".

Idun mochte den Blumenkranz, den ihr Baldur aufgesetzt hatte. Si fand, dass er sehr hübsch aussah. Die ineinander verflochtenen Blumen wirkten fast wie eine Krone und harmonierten wunderbar mit ihrem Haar.
Loki dagegen schien auf den ersten Blick nicht sehr begeistert zu sein, den er musste niesen. Es war ihm wohl etwas von dem Blumenstaub in die Nase geraten, welcher ihn gekitzelt hatte. "Gesundheit", wünschte sie ihm in ihrer freundlichen Art.
Doch als Loki lächelte, machte sich Idun keine weiteren Gedanken darüber, ob der Listenreiche nun erfreut war über den Blumenkranz oder nicht. Sie hätte auch keine Erklärung dafür gehabt, warum er ihn nicht hätte mögen sollen.
Baldur wirkte ehrlich erschüttert darüber, dass sein Blumenkranz eine solche Wirkung auf Loki gehabt hatte.

Idun hörte sich die Unterhaltung der beiden aufmerksam an, obwohl sie sich das nicht anmerken lies. Sie sortierte ihre Kräuter, welche sie auf einem Tuch ausgebreitet hatte und band sie zu Bündeln zusammen. Während dieser Arbeit bemerkte sie durchaus, dass sich Loki und Baldur über die "unteren Welten" unterhielten (vermutlich würde das keine bemerken, aber Idun war durchaus nicht dumm). Sie mochte die untern Welten nicht besonders. Dort war es ihr zu dunkel und zu unnatürlich, aber sie würde ja ohnehin nicht mitkommen. Nein, ganz bestimmt nicht. "Wenn Baldur das unbedingt möchte, soll er doch", dachte sie sich und versuchte sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Sie hatte beschlossen sich derweilen noch nicht in die Unterredung einzumischen.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jul 06, 2008 3:57 pm

Loki nahm das Taschentuch nur widerwillig. Schon allein das Baldur eines besaß, machte ihn unbeliebt. Wer brauchte schon ein Taschentuch? Das war unsinnig und Zeitverschwendung, vollkommen bescheuert. Aber die Art gebot es, er wollte sich ja auf gut Freund mit dem Lichten stellen.
Vermutlich hätte dieser Blondschopf, dieser Begründer aller Blondinenspäße, ihm auch dann noch vertraut, wenn er ihn in eine Schlangengrube geschmissen hätte. Aber da war ja auch noch Idun.

Freilich war es recht schwer zu sagen, welcher von beiden Göttern der naivere und einfältigere war. Aber Idun war in ihrem Tun unbeschwerter und zudem mit Freyja befreundet, was der Sache eine Spur Gefahr beimaß.
Daher bemühte er sich ganz, die Sache rein zu halten, obgleich die Asin unbeschwert dasaß und ihre Kreäuter zusammen band.

Er lächelte nun, das Taschentuch irgendwo in eine Tasche gestopft und hörte Baldurs Worte insgeheim mit Genugtuung. Dieser Trottel war derart bescheuert. Es war beinahe schon zu leicht. Baldur ging freiwillig mit ihm, ja es war sogar sein Vorschlag gewesen! Idun würde wohl keinen Verdacht schöpfen und Hel würde sich zweifellos freuen, wenn Loki ihr ein kleines Präsent mitbrachte.
Der Listenreiche konnte bei der Sache nur gewinnen.

Das Orakel, die Begegnung mit Odin, ja sogar Freyjas Falkenmantel hatte er für den Moment ganz vergessen. Die Sache war einfach zu perfekt, zu gewollt. Endlich konnte er sich die Schmalzlocke vom Hals schaffen, das wurde höchste Zeit.
So nickte er und erwiderte in ehrlich vergnügtem Tonfall: "Das ist eine prächtige Idee. Ich hab dort unten ja ohnehin noch ein kleines Geschäft zu erledigen. Da kann ich dich gerne begleiten."

Kurz sah er unschlüssig zu Idun. Was sollte er mit ihr machen? Sie mitnehmen war keine gute Idee. Für einen konnte er Babysitter spielen, für zwei war das schwieriger. Davon ganz abgesehen würden die Götter sofort ausrasten und Alarm schlagen, wenn ihre Apfelgärtnerin weg war. Andererseits wollte er sie so ganz unbewacht nicht hier lassen. Vielleicht würde sie ja doch zu Freyja eilen und ihr davon berichten, das gäbe Ärger.

"Und was machst du nun?", fragte er darum, an Indun gewandt, sehr freundlich.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jul 06, 2008 6:41 pm

Baldur strahlte noch mehr. Er schätzte Loki wirklich sehr und freute sich unheimlich auf den Ausflug.
Er kniete sich zu Idun und schaute sie freude strahlend an. "Das wird bestimmt sehr lustig." Er lachte etwas. "Ich war noch nie in der unteren Welt. Ich frage mich wie es dort wohl aussieht. Warst du schonmal da?", er sah die Heilerin fragend an.
"Ah! Ach ja!", er sah wieder zu Loki, während er erneut eine Blume pflückte. "Ich sollte noch Mutter bescheid sagen, bevor ich gehe.", es klang fast schon eigenartig, wie vertraut er über Frigg sprach. "Wann hattest du den vor, aufzubrechen? Mir ist es ganz gleich, ich richte mich danach, wie es dir am besten passt." Der Lichte steckte sich die Blume ins Haar, während er sprach, wie aus einem Reflex heraus. "Oh. Und die Blumenkränze stehen euch gut! Ihr seht sehr süß aus...", er lächelte sie entzückend an.
(Anm. der Spielerin: verzeiht, es ist etwas kurz geraten... ich streng mich aber wirklich ganz feste an! X_X')


Zuletzt von Baldur am So Jul 06, 2008 6:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   So Jul 06, 2008 6:49 pm

Idun erschrak über den Vorschlag Baldurs mit Loki in die untern Welten zu gehen. Sie hatte kein sehr gutes Gefühl bei der Sache. Aber sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Erst als Loki sie fragte was sie denn nun tun wolle, sah sie auf.
"Ach, weist du", meinte sie müde lächelnd, "die ganze Sucherei hat mich müde gemacht. Ich werde mich wohl eine Weile ausruhen und nach Asgard zurückkehren um meine gesammelten Kräuter zu verarbeiten. Das muss ich bald erledigen, sonst verlieren sie ihre Wirkung. Außerdem muss ich mich dringend um meine Äpfel kümmern. Der Garten braucht viel Pflege um gedeihen zu können und wenn ich mich nicht darum kümmere, gibt es bald keine Äpfel mehr und die Götter werden alt und grau!" Sie ahnte, dass Loki sie nicht nur aus Höflichkeit fragte und hofft ihm damit den Wind aus den Segeln genommen zu haben. Er würde es nicht wagen, ganz Asgard alt werden zu lassen. Dachte sie.

Sie holte einen kleinen Beutel aus ihrem Korb heraus und gab einige der Äpfel hinein. Sie stand auf und gab sie Baldur "Hier Baldur, hast du ein paar Äpfel für den langen Weg. Damit du nicht verhungerst." , sagte sie und zu Loki gewandt "Ich wünsche auch dir viel Glück auf der Reise. Du kennst dich da unten ja aus, nicht wahr?" Sie sah ihn mit treuherzigen Augen an und lächelte vor sich hin. In Wahrheit hatte sie furchtbar große Angst um die Beiden. Vor allem um Baldur.
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Von Lügen, Verrat und den neun Welten   Sa Jul 12, 2008 9:12 pm

Loki schürzte die Lippen. Am liebsten hätte er Baldur schon gestern einen Tritt ins Chaos verpasst. Aber nun bot sich ja die Gelegenheit, da wollte er nicht knauserig mit der Umsicht sein.
Allerdings, und das erweckte Loki wieder aus seinen Rachegedanken, war es nicht klug und gar nicht gut, wenn Baldur jetzt zu Mama lief. Zum einen würde Frigg die Sache sicher durchschauen, zum anderen hätte der Listenreiche nichts zu lachen, wenn er Freiya allzu bald begegnete und wer konnte sagen, ob nicht schon ganz Asgard alarmiert war?

Darum setzte er erneut ein sehr freundliches Lächeln auf und meinte, an Baldur gewandt: "Ich wollte eigentlich gleich aufbrechen. Hel wartet sicher schon recht ungeduldig."
Hel war die Geduld selbst. Dieser halben Leiche konnte ja nichts für die Finger laufen, wenn man mal von den Göttern absah, und an Regung fehlte es ihr wahrlich. Aber das machte nichts, sie wäre umso mehr bereit dazu zu seinen Gunsten zu lügen, wenn er ihr Baldur brachte.

Dass Idun nun nach Asgard aufbrechen wollte, kam ihm nicht ganz recht. Freilich dachte sie sich sicher nichts bei der Sache und womöglich würde sie den anderen einfach gar nichts erzählen, weil sie es vergessen hätte oder ihm nichts weiter beimaß. Aber das Risiko bestand freilich.
So startete er einen halbherzigen Versuch, sie davon abzubringen. Zu sehr durfte er auch nicht darauf bestehen, das war auffällig.
"Aber Idun, magst du uns denn nicht begleiten? Ich denke mir, dass die Druntenwelt dir vielleicht auch das ein oder andere bieten kann."

Was er mit ihr später machen würde, war ihm noch nicht ganz klar, aber nun hatte er andere Sorgen.
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